My column

Jean-Pierre Weyermann - Kolumne

Rechtzeitig zur Pilzsaison schiessen sie wieder zum Boden heraus – die Drittklassmakler. Ein Inserat in der Zeitung lautet: «Suche für solventen Käufer Villa in Bern!» Absender: Eine nichtssagende Mailadresse. Ich sandte eine Dokumentation. Drei Tage später informiert mich der Hauseigentümer, ein Mann sei, mit meiner Dokumentation, bei ihm gewesen mit der Behauptung, er habe einen Käufer für sein Haus. Dann legte er ihm eine Komissionsvereinbarung über 3% vor – mein Kunde liess sich von dieser Masche nicht täuschen. Meistens stecken hinter diesen wohlklingenden Mailadressen oder Handynummer nur schlecht ausgebildete Leute.

 

Dasselbe gilt auch für sehr schön gestaltete Websites mit Markenzeichen wie z.B. dem Matterhorn und nur einer Mailadresse als Kontakt. Viele Menschen haben heute wegen solchen Schlechtleistern kein Vertrauen mehr in die Brache.

 

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Jean-Pierre Weyermann - Kolumne

Sie lesen richtig! Mehrmals hegte ich letztes Jahr den Wunsch, bei meiner Ankunft in Zürich den Boden in Papstmanier zu küssen – aus Dankbarkeit, wieder in der Schweiz zu sein. Als Europa-Präsident des internationalen Immobilienverbandes FIBABCI hatte ich letztes Jahr eine rege Reisetätigkeit in krisengeplagte Länder.

Irland. Da stiegen die Häuserpreise in nur zehn Jahren um das Vierfache. Heute sieht alles anders aus. Der Aufstieg des irischen Immobilienmarktes ging fast so schnell wie der nachfolgende Absturz. Seit 2008 brachen beispielsweise die Preise für Gewerbeimmobilien um 60 Prozent ein. Für Wohnobjekte ist die Situation kaum besser, in diesem Immobiliensegment ging es mit den Preisen um mehr als 40 Prozent abwärts. Bauland verlor dadurch 75 Prozent an Wert. Die Konsequenz: 350’000 Häuser stehen laut Analyse der irischen Kollegen in Irland leer.

Spanien. Die Spanier sind verrückt nach Immobilienbesitz.

 

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Jean-Pierre Weyermann - Kolumne

«Wir machen sie zum Makler innert Tages» «Keine Vorkenntnisse nötig, egal welchen Beruf sie haben.», «Leben sie den Traum der Selbständigkeit; überdurchschnittliches Einkommen.», «Eigene Maklerschule mit Zertifikat.» Ich wollte es wissen – warum habe ich mehr als sechs Jahre die guten Schulengen des SVIT besucht, wenn doch nur ein paar Tage genügen? Ich begab mich in eines dieser Wundermaklerbüros und gab an, dass ich ein Mehrfamilienhaus zu verkaufen habe und ein Haus in der Umgebung suche.

Was ich erlebte, übertraf meine Erwartungen. Zu meiner Frage, welchen Wert das Mehrfamilienhaus habe, erhielt ich zur Antwort: «Kein Problem, ich brauche nur einige Zahlen und ich kann Ihnen den Wert der Liegenschaft nennen.» Die gelieferte Zahl lag 35 Prozent neben dem erzielten Verkaufspreis! Es kam noch schlimmer: «Nennen Sie mir Ihren Wunschpreis, und wir werden damit auf den Markt gehen.»

 

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Jean-Pierre Weyermann - Kolumne

Ich sitze am Rande meines Teichs und lassen den Freitag noch einmal Revue passieren. Nunmehr dreissig Jahre im Maklerberuf tätig, kenne ich den nationalen wie auch den internationalen Immobilenmarkt und die Konkurrenz gut. Ich musste mich heute gegen vier Mitbewerber behaupten. Ich schätze einen Grossteil meiner Berufskollegen und bin für einen gesunden und fairen Konkurrenzkampf. Wer in letzter Zeit aber wieder auf dem Immobilienmarkt zu fischen versucht, ist unglaublich.

Wie bei allen Geschäftsbeziehungen gilt es auch bei der Wahl eines guten Maklers, auf seinen Bauch zu hören. Bevor ein unseriöser Makler seine Überredungskünste ansetzt, macht sich meistens beim Kunden die Intuition, das «Bauchgefühl», bemerkbar. Man nimmt verschiedene Alarmglocken wahr. Fach- und persönliche Kompetenzen, Beratungsleistungen und Sicherheit sind drei zu prüfende Punkte. Welche Merkmale erleichtern die Wahl des Maklers?

 

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